06.04.2009   |   » zur Übersicht der Meldungen


Nachwuchs ist angesagt im Aachener Tierpark

Das Kamelfohlen steht noch ziemlich wackelig auf den Beinen. Tierpfleger Karl Jaspulski muss der kleinen Trampeltierstute helfen. Stolz steht die schwergewichtige Mutter daneben und sieht zärtlich ihr Junges an. Gerade mal eine Stunde ist die junge Dame alt. Noch muss es im Stall bleiben, aber in ein paar Tagen können die Besucher das jüngste Tier auch draußen bewundern.

Jetzt ist es wieder soweit:

Im Aachener Tierpark, dem Euregiozoo, schlüpfen Hühnerküken, ein kleines schwarzes Lämmchen der Quessant-Rasse, das am Sonntag auf die Welt kam, blökt neben dem Mutterschaf, eine Storchenfrau brütet ein Ei aus.

Die Kinder sind völlig aus dem Häuschen. «Guck mal wie süß», sie können nicht genug vom Anblick der Tierbabys bekommen. Der Frühling kommt mit Brausen.

Nachwuchs ist angesagt. Aufgeregt schnattern die Enten auf dem Teich, zwei Erpel kommen sich bedrohlich nahe und schlagen aufgeregt mit ihren Flügeln. Und Tierparkchef Wolfram Graf-Rudolf amüsiert sich. «So ist das jedes Jahr», sagt er grinsend.

Der Tierpark ist gut besucht. Die Frühlingstemperaturen locken schon am Vormittag viele in den Zoo. Vor allem Großeltern mit ihren Enkelkindern sind unterwegs. Der Tierparkchef ist zufrieden. «Schönes Wetter und die Osterferien sind für uns ein großer Gewinn», freut er sich.

Auf dem Spielplatz ist die Rutsche ein heiß begehrtes Objekt. Die Vorschulkinder jauchzen vor Vergnügen. Die «Nachwuchskräfte» vom Kinderbauernhof sind mit Eifer bei der Sache.

Sie rechen altes Laub zusammen und helfen so beim Frühjahrputz. Denn im Tierpark am Drimborner Wäldchen tut sich viel Neues. Im Spätsommer wird eine begehbare Voliere für Wellensittiche fertig.

«Durch eine Schleuse können die Besucher dann in den Käfig gehen und die Vögel so richtig erleben», erklärt Graf-Rudolf. Ganz in der Nähe entsteht auch ein Freigehe für Totenkopfäffchen. Natürlich nicht begehbar.

Auch die Streifenhörnchen werden noch in diesem Jahr in ein Freigehege umziehen. Da ist es schon fast klar, dass sich ebenfalls die Flamingos ab Spätherbst per begehbarer Voliere mit dem Zoobesucher auf «Du und Du» einlassen können.

Auch drei Eulenvolieren und eine Freianlage für Pinselohrschweine entstehen. Zurzeit wird am ehemaligen Teich gebaggert. Das Wasser ist schon abgelassen, der Schlamm beseitigt. Bald haben die Eulen und Schweine ein neues Zuhause.

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