08.05.2009   |   » zur Übersicht der Meldungen


Happy End am Pinguinstrand

Groß war die Trauer, als im Dezember 2008 ein Fuchs nachts in die Pinguinanlage des Aachener Tierparks einbrach und 13 Brillenpinguine tötete. Unter den Opfern war auch "Kapitän Hook" sowie die beiden Handaufzuchten "Nena" und "Adi". Leider wurden auch die meisten Brutpaare durch die Attacke des Fuchses auseinander gerissen, sodass die bis dahin sehr gut funktionierende Zucht des Euregiozoos zum Erliegen kam. Dies ist umso tragischer, da die Anzahl der an der afrikanischen West- und Südküste lebenden Brillenpinguine immer mehr zurückgeht, weshalb sich die europäischen Zoos zu einem Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zusammengeschlossen haben. Die gut funktionierende Kolonie in Aachen trug somit ihren Teil dazu bei, die Art vor dem Aussterben zu bewahren.

Doch mit dem Frühling ist auch am Aachener Pinguinstrand wieder Leben eingekehrt. Zwar ist in diesem Jahr kaum mit eigenem Nachwuchs zu rechnen, aber das Schicksal der Brillenpinguine hat nicht nur die Aachener Bevölkerung tief berührt. Die Nachricht vom tragischen Tod der Tiere erreichte auch den Nürnberger Tiergarten, der seit Jahren dem Euregiozoo freundschaftlich verbunden ist. Da die Zucht in Nürnberg im letzten Jahr bestens geklappt hat, bot man den Aachener Kollegen sofort Nachzuchttiere an, um eine neue Kolonie aufzubauen. Und so konnten am 06.05.2009 neun fränkische Brillenpinguine in die Kaiserstadt übersiedeln. Zusammen mit den überlebenden Tieren und weiteren Neuzugängen ist die Aachener Kolonie damit auf insgesamt 49 Tiere angewachsen. In wenigen Wochen sollen nochmals 6 weitere Tiere aus Münster die Gruppe komplettieren, sodass die Hoffnung besteht, dass schon bald wieder die ersten Jungvögel am Aachener Pinguinstrand geboren werden.

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